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Tansania 2021: Fliegen in Zeiten von Corona

„Wie war das so – eure Anreise nach Tansania? Was musstet ihr alles beachten? Müsst ihr dann in Quarantäne? War das alles nicht unendlich kompliziert?“ …… JEIN! Es kommt einfach darauf an, wie gut du dich vor deiner Reise vorbereitest. Reisen ist in Zeiten wie diesen keinesfalls unmöglich, und es bedarf einfach einer guten Vorbereitung. (Mehr dazu auch im Beitrag Warum wir auch im Lockdown verreisen.) Um euch ein bisschen zu berichten, wie das Fliegen ganz aktuell in Zeiten von Corona ist, wie die Einreise in Tansania aussah, und was wir bei unserer Rückreise in Österreich zu beachten hatten, möchten wir euch hier ein wenig davon berichten.



Flugbuchung

Wir haben unseren Flug bei Qatar Airways gebucht. Die Airline wirbt 2021 mit ihrem „Full year of flexibility“: das bedeutet, dass man dort bis auf Weiteres für 2021 gebuchte Flüge kostenfrei und unkompliziert umbuchen oder stornieren kann. Kostenfrei bedeutet in ihrem Fall, dass man „nur“ die Differenz zum neuen Flugpreis zahlen muss. Hört sich erstmal gut an, kann in der Theorie aber durchaus teuer werden, haben wir später gemerkt. Dennoch finden wir diese „Flexibilität“ eine coole Sache und war mitunter ein Grund, warum wir uns für Qatar entschieden haben. Weitere Gründe waren definitiv der günstige Preis 😉 , und die Tatsache, dass die Airline zum Zeitpunkt unserer Buchung noch keinen Corona-Test verlangte.

Auf die Safari haben wir uns am meisten gefreut!
Tarangire Nationalpark

Vor unserem Abflug

Am Abend vor unserem Abflug haben wir sicherheitshalber nochmals die gesamte Qatar Airways Homepage, sowie sämtliche Foren und Reisegruppen auf Facebook durchgestöbert, um sicher zu gehen, dass wir auch ja keine Regelungen übersehen haben. Denn nur zwei Tage vor unserem Abflug haben wir ZUFÄLLIG in einer Gruppe auf Facebook entdeckt, dass Qatar ihre Bestimmungen bzgl. PCR-Tests geändert hat. Ab sofort brauchte man nämlich, wenn man in Tansania abfliegt (also bei der Rückreise) einen negativen PCR-Test, um überhaupt in den Flieger steigen zu dürfen – egal wohin man fliegt (mehr dazu in diesem Beitrag von uns.) Grundsätzlich ja nicht so tragisch – wenn man nur darüber informiert geworden wäre! Wir haben von Qatar keinerlei Information im Voraus dazu erhalten. Dies machte uns etwas unsicher. Haben wir vielleicht doch noch andere Regelungen übersehen? Brauchen wir doch einen Test, damit wir von Wien nach Tansania fliegen dürfen? Müssen wir doch irgendwelche Formulare ausfüllen und vorzeigen?

auf dem Markt in Arusha
beim Obsteinkauf in Paje/Sansibar

Flughafen Wien

Während wir an unserem Abflugtag am Check-In Schalter standen, und alle um uns herum irgendwelche Testergebnisse und Formulare in der Hand hatten, wurde uns kurzeitig etwas mulmig zu Mute… Nachdem bei der Person vor uns mit einer Wärmebildkamera die Temperatur gemessen wurde, und wir auch hörten „Sorry, you need a negative PCR Test!“ fiel uns das Herz fast in die Hose. Oh man – waren wir nervös! Doch flogen diese Personen alle nicht nach Tansania. Und andere Länder – andere Bestimmungen. Also fiel der Check-In schlussendlich ziemlich „normal“ bei uns aus und wir konnten wie üblich zwei Stunden später in den Flieger nach Doha steigen. Wir benötigten keine besonderen Formulare oder Bestätigungen, um nach Tansania fliegen zu können.

Am Flughafen Wien war sehr sehr wenig los – also, ist ja auch kein Wunder. Denn wir haben nur 26 Flüge auf der Anzeigetafel gezählt, welche an diesem Tag von Wien gestartet sind. Normalweise, also vor Corona, starteten soviele (oder mehr) pro Stunde! Daher war es z.B am Security Check äußerst leer – genauer gesagt waren wir die Einzigen. Entgegen unserer Befürchtungen hatten aber einige Shops und Gastrobetriebe bei den Gates offen. Zumindest unser Kaffee war somit gesichert 😉

leerer Security-Check am Flughafen in Wien
Eine 3er-Reihe für Elsa allein auf dem Weiterflug nach Sansibar

Der Flug

An unserem Gate wurde es dann wieder etwas voller. Das Boarding funktionierte in drei nacheinander folgenden Gruppen – um engen Körperkontakt beim Boarden zu vermeiden. Unser Flugzeug, ein A350, war etwa zu einem Drittel besetzt. Pro 3er Reihe saß meist nur eine Person. Sogar zwischen Atti und mir wurde ein Platz freigelassen. Während des gesamten Fluges musste ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden – außer während dem Essen und Trinken. Eine FFP2-Maske war nicht verpflichtend.

Die Verpflegung war – wie erwartet – wirklich toll und es gab keinerlei Einschränkungen! Es gab mehrere Snacks, wie Süßigkeiten oder Chips, und auch eine übliche Hauptmahlzeit wurde serviert. Das alles für „nur“ fünf Stunden Flug ist wirklich keine Selbstverständlichkeit, schon gar nicht in Corona-Zeiten. 😉

Jeder Passagier erhält bei Qatar Airways übrigens zu Beginn jedes Fluges ein kleines „Protective Kit“. Darin befindet sich eine Maske, ein kleines Desinfektionsgel, ein Feuchtigkeitstuch und Handschuhe.

Angekommen in DOHA mussten wir ziemlich rasch zu unserem Anschlussflug. Spezielle „Corona-Kontrollen“ gab es nicht. Und dann…. dann saßen wir endlich im Flieger nach Dar Es Salaam, unserem finalen Ziel. 


Ankunft in Tansania

Angekommen in der tansanischen Großstadt, wurde gleich mal Körpertemperatur gemessen und man musste sich verpflichtend die Hände desinfizieren. 36,6 Grad zeigte der Fiebermesser an – also alles gut. Allerdings sind wir uns nicht ganz sicher, ob der Fiebermesser nur eine Attrappe war oder tatsächlich funktionierte. 😉 Auch das Flughafenpersonal in Tansania trug Mund-Nasen-Schutz: das überraschte uns, nachdem wir zuvor so viel (negatives) über Corona in Tansania gelesen haben.

Dar Es Salaam bei Nacht
Streetfood in Stonetown
Zebras im Lake Manyara Nationalpark
Jozani Forest auf Sansibar

VISA für Tansania

Weiter gings zur Visa + Passkontrolle. Das Visum haben wir ca. 2 Wochen vor unserer Abreise bereits online beantragt. Das ist ziemlich unkompliziert auf dieser Seite zu machen: Visa Application System
Man bezahlt 50 USD bereits vorab mit VISA oder Paypal, und bekommt das Visum per E-Mail wenige Tage später zugeschickt. Bei uns kam es sogar am Folgetag bereits an.

Die Visa + Passkontrolle am Flughafen in Dar Es Salaam ging sehr flott. Angekommen in der Gepäckshalle warteten auch schon unsere Rucksäcke auf uns. In der Ankunftshalle wechselten wir uns gleich noch die ersten Euros in Tansanische Schilling um, und anschließend fuhren wir mit dem Taxi ins Hotel.

auf den Straßen Sansibars

Rückreise

Bei unserer Rückreise vom Flughafen in Tansania aus mussten wir bereits beim Check-In in Dar Es Salaam unser negatives PCR-Testergebnis vorzeigen, welches wir in Stonetown gemacht haben (mehr zum PCR-Test in Tansania in diesem Beitrag.) Weiters mussten wir bereits dort zeigen, dass wir uns online beim österreichischen Außenministerium registriert haben. Dies ist für alle Österreicher verpflichtend zu machen, wenn man in Österreich einreist. Diese Registrierung heißt „Pre-Travel-Clearance“ (hier zu finden), welche man ganz unkompliziert online ausfüllt.

Im Flieger nach Doha
PCR-Test aus Tansania
Pre-Travel-Clearance

Ankunft am Flughafen Wien / Quarantäne

Angekommen in Wien mussten wir unsere Pre-Travel-Clearance vorzeigen. Zusätzlich mussten wir einen negativen Corona-Test (PCR oder Antigen-Schnelltest) vorweisen können, der nicht älter als 72 Stunden ist. Kann man das nicht, muss man diesen innerhalb von 24 Stunden in Österreich nachholen. Wir hatten zwar den von Tansana, der auc noch gültig war, sind aber dennoch vor dem Nach-Hause-Fahren etsten gegangen – um auf Nummer-Sicher zu gehen. Anschließend mussten wir uns sofort für 10 Tage in Selbstquarantäne begeben. Am fünften Tag (wobei der Tag der Ankunft Tag 0 ist) konnten wir uns freiwillig „freitesten“: man macht einen PCR- oder Antigen-Schnelltest, und ist dieser negativ, kann man frühzeitig die Quarantäne beenden. Das war auch bei uns der Fall.

Tarangire Nationalpark
Ebbe in Paje
ein ganzer Pool für uns alleine in Paje
abendliche Wasserakrobatik der Einheimischen

Zusammenfassung

Während der Flüge war eigentlich- außer der Maskenpflicht – nichts anders als sonst. Ganz normaler Online-Check-In, ganz normaler Flug. 😉 Ehrlicherweise müssen wir aber schon auch gestehen, dass das Maske-Tragen über die vielen Stunden hinweg wirklich anstrengend war. Auch wenn wir keine FFP2-Maske hätten tragen müssen, haben wir uns dafür entschieden – statt einem „normalen“ Mund-Nasen-Schutz. Knapp 17 Stunden lang haben wir, mit kurzen Unterbrechungen etwa zum Essen oder Trinken, die Maske getragen. Am Ende hin wurde das Atmen wirklich schon sehr mühsam und wir merkten, dass sich unser Körper nach frischer Luft sehnt. Das ist definitiv ein Negativ-Punkt, welcher mit dem Reisen ganz aktuell einher geht. Langstreckenflüge können so für den Körper noch viel anstrengender werden, als sie manchmal ohnehin schon sind. Aber so ist es nun mal – safety first 😉

Ihr seht also, unsere Anreise nach Tansania war alles andere als „mega kompliziert“. Wenn man sich gut informiert und weiß, was zu tun ist, ist es nicht sonderlich schwierig. 🙂 Falls ihr noch konkrete Fragen an uns zu unserem Flug und zum Prozedere, welches dazu gehört habt, dann fragt uns doch gerne im unten stehenden Kommentarfeld!

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