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Kurztrip Venedig Teil II: Sehenswürdigkeiten und ToDos

Markusplatz, Seufzer-Brücke, eine Gondel-Fahrt… Diese ToDos bei einem Aufenthalt in Venedig hat wohl jeder auf seiner Liste. Doch es gibt noch so viel mehr! Welche Sehenswürdigkeiten wir uns während unseres 4 Tage-Aufenthaltes in der Lagunenstadt angesehen haben, und welche Tipps und Empfehlungen wir diesbezüglich haben, erfährst du in diesem zweiten Teil unserer Venedig-Blogbeitrags-Reihe…

Burano


Markusplatz „Piazza San Marco”

Der Markusplatz ist mit Abstand der bedeutendste und bekannteste Platz in Venedig und zählt mit Sicherheit sogar zu den bekanntesten Plätzen der Welt. Dies merkt man normalerweise auch an der Anzahl der TouristInnen. Denn er ist meist heillos überfüllt. Vor Corona zumindest – das wurde uns zumindest erzählt. Denn da wir zuvor noch nie in Venedig waren, haben wir keinen Vergleich. Aktuell jedenfalls ist er angenehm leer und alles andere als überfüllt.

Markusplatz
Markusplatz
Markusdom bei Sonnenaufgang

Insider Tipp: Früh aufstehen lohnt sich! Wenn du Hotspots wie den Markusplatz wirklich ohne Menschenmassen und in einem ganz eigenen und besonderen Flair erleben willst, dann solltest du am besten zum Sonnenaufgang bereits vor Ort sein. Selbst jetzt zu Corona-Zeiten, wo weit weniger Touristen die Stadt besuchen, zahlt es sich aus. Die Stimmung, die du dort mit deiner Kamera einfangen wirst, ist einfach besonders und völlig anders, als du sie zu Mittag oder am Nachmittag erleben wirst.

Die zwei wichtigsten Gebäude am Platz sind der Dogenpalast und der Markusdom. Ein weiteres wichtiges Bauwerk ist auch der Markusturm (Campanile di San Marco), das Wahrzeichen von Venedig.

„Verlängerung“ Markusplatz – links: Dogenpalast

Dogenpalast „Palazzo Ducale”

Ein Besuch des Dogenpalastes gehört zu einem absoluten MUSS, wenn du in Venedig bist. Der Palast wurde in seiner heutigen Form um 1340 erbaut und war über 800 Jahre lang der Sitz des Dogen und der Regierung der Venezianischen Republik. Wahnsinn, wie prunkvoll die Bewohner des Palastes es damals hatten. Man kann nur erahnen, wie reich und mächtig sie waren. Wir waren wirklich sprachlos und wurden vom Inneren des Palast überrascht.

Im Rahmen des Rundgangs geht man auch über die bekannte Seufzerbrücke und durch die Verliese des ehemaligen Gefängnisses.

Blick von der Seufzerbrücke aus
Verlies

Langes Anstehen vermeiden
Normalerweise bedeutet Sehenswürdigkeiten besuchen in Venedig gleichzeitig auch langes Anstehen. Um in den Dogenpalas zu gelangen bedeutete dies vor Corona teilweise mehrere Stunden Wartezeit! Dies konnte man umgehen, indem man vorab die Tickets für z.B den Dogenpalast online bucht und man an der langen Schlange gleich nach vorne gehen kann. Dies ist aktuell jedoch definitiv nicht der Fall. Man merkt, dass die Stadt normalerweise viel größere Massen abfertigen muss als ganz aktuell zu Zeiten von Corona. Wir waren gleich zu Beginn um 9 Uhr vor Ort, und konnten bereits nach 15 Minuten den Palast betreten. Eintritt: 25 Euro pro Person. (Kombiticket für Dogenpalast + 3 Museen)

im Inneren des Dogenpalastes
im Inneren des Dogenpalastes
hinter Elsa: die Seufzerbrücke

So wie in jeder anderen Stadt auch, mussten wir natürlich auch in Venedig auf ein Aussichtsplatzerl. Wir lieben es, Städte von oben anzusehen. Man bekommt einen guten und vor allem ganz anderen Überblick. Fast in jeder Stadt gibt es einen bekannten Turm oder eine Aussichtsterrasse, von wo man einen tollen Blick auf die Stadt hat. Meistens sind dort aber 1. sehr viele Touristen und 2. zahlt man oft auch sehr viel Eintritt. In Venedig wäre das wahrscheinlich der Markusturm. (Eintritt 12 Euro)

Insider Tipp: erkundigt euch nach Alternativen. Fast überall gibt es günstigere bzw. ruhigere Aussichtsplätze. Es müssen nicht immer die Hauptattraktionen sein, sondern kann auch Mal eine Hotelterrasse oder ein wenig bedeutender Kirchturm sein.

Dachterrasse vom Hotel Firenze
Scala del Bovolo

In Venedig können wir euch den Palazzo Contarini del Bovolo empfehlen. Ein gotischer Palast, welcher wegen seiner Wendeltreppe, der Scala del Bovolo, bekannt in die Kunstgeschichte eingegangen ist. Das Konzept der Außentreppe war in dieser Art damals völlig neuartig. Am Ende der Treppe hat man einen wundervollen Blick über die gesamte Stadt. Eintritt: 7 Euro.

Scala del Bovolo
Palazzo Contarini del Bovolo
Palazzo Contarini del Bovolo


Markusdom

Die untere Etage des Markusdoms war während unseres Aufenthalts leider geschlossen. Man hätte zwar auf die Terrasse der oberen Etage gehen können, haben wir aber nicht gemacht. Grundsätzlich aber kann man den Markusdom ohne Eintritt betreten.

Markusdom
Markusdom

Rialto-Brücke

Die Brücke zählt zu den bekanntesten Bauwerken Venedigs. Es war die erste Brücke über den Canal Crande und ist definitiv einer der touristischsten Orte der Stadt. Auch während unseres Aufenthalts – während Corona – war dort wirklich viel los. Das tolle ist: man kann von der Brücke aus richtig gut das Treiben und den regen Verkehr auf dem Wasser beobachten.

Rialto Brücke
Ausblick von der Rialto Brücke
Gewitterstimmung

Tagesausflug nach Burano

Während unseres Aufenthaltes in Venedig haben wir auch einen Halb-Tagesausflug auf die Laguneninsel Burano gemacht. Mit der Fähre (Linie 12) sind wir von „Fondamente Nove“ weggefahren. Mit wenigen Zwischenstopps kommt man in rund 40 Minuten in Burano an. Bist du in Venedig, dann nutzt unbedingt die Gelegenheit!

Bei einem Spaziergang durch die vielen bunten Gassen kann man nur fröhlich sein! Die Häuser sind bunt, kunterbunt – aber dennoch nicht kitschig. Uns hat es richtig gut gefallen! Rund zwei Stunden werden dir wahrscheinlich reichen vor Ort…

Auch Murano ist ein beliebte Ausflugsziel von Venedig aus. Die Insel ist für ihre lange Tradition der Glasherstellung bekannt. Auch in Venedig wird man in zahlreichen Geschäften das bekannte Glas in Form von Figuren oder Geschirr finden. (Aufgepasst! Es mischt sich hier mittlerweile auch schon Ware aus China unter die Originale)


Gondelfahrt

Und was ist nun mit einer Gondelfahrt?

Um ehrlich zu sein, hatten wir es anfangs auch geplant. Nur wenige Gondeln sind aktuell in den Kanälen unterwegs. Uns war es dann aber ehrlich gesagt nicht wert. 80 Euro bzw. über 100 Euro (je nach Tageszeit) für nur 30 Minuten – wir haben uns dann dafür entschieden, das Geld für etwas anderes auszugeben.


Das Venedig abseits der Massen

Es gibt noch unzählige weitere Sehenswürdigkeiten in Venedig: die Bücherei Aqua Alta, das Kunstmuseum Accademia, das Peggy Guggenheim Museum, viele Kirchen wie z.B die Santa Maria della Salute, das Teatro la Fenice, uvm!

Vor allem aber empfehlen wir dir, dass du dich mal zu Fuß in Richtung Norden der Stadt aufmachst. Das Viertel Cannaregio hat uns unheimlich gut gefallen. Es ist hier einerseits viel weniger los als im Süden rund um den Markusplatz, andererseits hat das Viertel mit seinen lieben Gässchen einen ganz besonderen Charme. Auch wenn durch das Viertel auch die großen Touristenstraße mit Geschäften führt, hat das Viertel abseits des Touristenrummels viel zu bieten.

Santi Giovanni e Paolo

Ihr seht, Venedig bietet genug für mehr als nur einen Tagestrip. Und gerade in der aktuellen Corona-Zeit ist es sinnvoll, sich die typischen Touri-Sachen anzusehen. Sehenswürdigkeiten, an denen man sonst stundenlang anstehen muss, kann man jetzt ohne großes Anstellen besichtigen. Das sollte man auf jeden Fall nutzen.

Hier kannst du noch durch weitere Venedig-Fotos stöbern…

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