Lesezeit: 8 Minuten

Roadtrip Slowenien Teil III: See Bled und Ljubljana

Im dritten Teil unserer Slowenien-Roadtrip Blogbeitragsreihe möchten wir dir etwas über die Umgebung des See Bled und die Hauptstadt Sloweniens, Ljubljana, erzählen. (Teil I und Teil II findest du hier). Die beiden Städte trennt nur etwa 45 Minuten mit dem Auto. Ob bzw. warum sich ein Halt am See und ein Besuch in Ljubljana lohnen, erfährst du in diesem Beitrag…

Aussicht von der Burg Bled

Bled & Umgebung

Auf dem Weg vom Norden Sloweniens in Richtung Ljubljana führt die Autobahn direkt am Bleder See vorbei. Der See ist nicht recht groß oder an sich besonders, finden wir. Aber du kennst ihn vielleicht trotzdem wegen seiner kleinen Insel Blejski Otok, auf der eine Kirche steht. Diese Insel verleiht dem See seinen ganz eigenen Charme und macht den Ort zur Fotokulisse Nummer 1 in Slowenien. Bled ist ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge und Busgruppen, die auf der Durchreise sind.  Der Ort ist überschaubar und reicht völlig als Zwischenstopp auf deiner Durchreise. Eine Übernachtung ist nicht unbedingt notwendig.

In Bled selbst gibt es nicht viel zu sehen/unternehmen. Wir haben aber gehört, dass ein Spaziergang rund um den See ganz schön sein soll. Eine Umrundung ist nur 6 km lang und kann also für jeden leicht bewältigt werden. Man kann auch mit kleinen Holzbooten die „einzige Insel Sloweniens“ besuchen. Dort kann man die „Kirche Maria im See“, so wie sie auch genannt wird, besichtigen.

Parken in Bled: In Bled ist das Parken nur auf den entsprechend gekennzeichneten Parkplätzen möglich. Mehr Infos dazu findest du hier.


Das Besondere am Ort ist jedoch ohnehin nicht Bled selbst, wie wir finden, sondern seine Aussichtspunkte! Auch wir haben uns dazu entschieden, uns den See und die Insel von oben anzusehen. Eine Möglichkeit bietet dir hierfür die Burg Bled (Blejski Grad).

Burg Bled

Gebaut auf einem steilen Felsen, bietet sie einen wunderschönen Blick auf den See! Der Eintritt ist mit 13 Euro nicht ganz billig, allerdings hat man auch die Möglichkeit, das dortige Museum zu besuchen. Außerdem kann man direkt bei der Burg parken (als wir Ende Juni waren, war das Parken kostenlos, ansonsten kostet es wohl rund 3 Euro).

Burg Bled: 13 Euro Eintritt. Sonder-Öffnungszeiten für Juli und August 2020: 9 bis 19 Uhr, danach noch nicht festgelegt. Mehr und aktuelle Infos hier:


Ljubljana

Von Bled sind es nur 45 Minuten in die Hauptstadt Sloweniens. Ljubljana – oder auf Deutsch auch Laibach – ist eine wirklich bezaubernde kleine Stadt. Auf dem Weg dorthin haben wir noch einen Podcast dazu gehört, wo eine der Sprecherinnen meinte, es sei eine Stadt, „in der man sich auf Anhieb wohl fühlt.“ Definitiv – so ging es uns auch! Die Hauptstadt Sloweniens braucht sich wirklich nicht verstecken! Umso trauriger ist es, dass, obwohl sie von uns zu Hause aus eigentlich so nah ist, wir sie davor noch nie besucht haben!

Die Stadt ist gut zu Fuß erkundbar und alle wichtigen Sights sind in überschaubarer Entfernung. Die Hauptstadt ist wirklich klein, und an einem ganzen Tag kannst du völlig stressfrei alles besichtigen.

Der „Prešeren Square“ ist mehr oder weniger das Zentrum der Stadt. Hier befindet sich auch die rote „Mariä-Verkündigung-Kirche“. Stehst du auf diesem Platz, dann siehst du auch schon die bekannte Tromostovje-Brücke, auf englisch „Triple-Bridge“. Diese ist das Wahrzeichen von Ljubljana.

Eis geht immer 🙂
Mariä-Verkündigung-Kirche
„Tripple Bridge“
Tripple Bridge

Ebenfalls nicht weit von dort ist die „Drachenbrücke“. Generell gibt es in der Stadt ganz viele Brücken. Durch Ljubljana schlängelt sich nämlich ein Fluss, die Ljubljanica. Das gibt der Stadt ein ganz besonderes Flair, wie wir finden. Hast du mehr Zeit, dann lohnt es sich, dort in einem der zahlreichen Cafes und Restaurants zu verweilen!

Drachenbrücke

Apropos Restaurant: wollt ihr mal so richtig leckere und authentische Balkan-Küche probieren, empfehlen wir euch das „Sarajevo `84“. Super lecker und auch preiswert!


Eine weitere Sehenswürdigkeit von Ljubljana ist die Burg. Du kannst zu Fuß den Hügel erklimmen, oder mit der Seilbahn fahren. (Abfahrt ist mitten in der Innenstadt hinter dem Markt und kostet 4 € hin- und retour.) Auf dem Burgareal gibt es mehrere Ausstellungen und Museen, ein Puppentheatermusum und einen Aussichtsturm. Burgeintrittskarte inklusive Fahrt mit der Standseilbahn kostet für Erwachsene 13 Euro, für Kinder und Studenten 9 Euro.

Insider Tipp: Ljubljana kostenlos von oben sehen: Im 12. Stock des Neboticnik Wolkenkratzers befindet sich eine Skybar mit 360° Terrasse. Nimm einfach den Lift und genieß die tolle Aussicht auf die Stadt. Ein Ticket wird nicht benötigt. (Im Zweifel bestellst du dir im Cafe dort einfach einen Drink oder Kaffee, aber wir hatten das Gefühl, es werden auch alle toleriert, die einfach die Aussicht genießen möchten.)


Für die, die uns schon etwas länger verfolgen, wissen, dass ein Besuch am lokalen Markt für uns in jeder Stadt dazu gehört. Also haben wir natürlich auch den Zentralmarkt in Ljubljana besucht. Dazu gehören nicht nur die Außenflächen mit den Marktständen, sondern auch die Markthallen.

Doch das Besondere dort ist eindeutig die „Offene Küche“ (Odprta Kuhna).  Es ist eine Art Food-Marktet, mit Angeboten und Gerichten aus aller Welt! Wir waren völlig überfordert von der großartigen Auswahl und haben uns schließlich für Ostafrikanische Küche entschieden. Öffnungszeiten: immer freitags von 10 bis 22 Uhr! Bei Schlechtwetter ist die Offene Küche geschlossen.


Eine Sehenswürdigkeit bzw. ein ToDo, welches uns ganz oft empfohlen wurde, wir aber aus Zeitgründen einfach nicht mehr geschafft haben, ist das Viertel Metelkova. Es ist das „Hipster“-Viertel von Ljubljana, wo sich Studenten und vor allem auch Jüngere Leute treffen. Es ist ein alter Kasernenkomplex, welcher von Künstlern und Aktivisten besetzt, und heute zu einem kreativen Ort für Ausstellungen und Events wurde: Musikabende, Konzerte, Festivals, DJ-Auftritte, all das gibt es dort. Berichtet uns doch gerne im Anschluss, wie es dort war! Wir würden uns sehr freuen. 🙂

Souvenirstand im Zentrum von Ljubljana

Unser Hotel in Ljubljana war übrigens das HOTEL ATELIER. Wir haben es gewählt, weil es einerseits wirklich kostengünstig war, andererseits einen Parkplatz dabei hatte, und es auch ziemlich zentral lag. In nur wenigen Minuten zu Fuß ist man direkt im Zentrum. Das Hotel ist „nur“ ein 3-Stern, kann aber mit so einigen 4-Stern Hotels mithalten. Die Zimmer waren ziemlich neu und modern ausgestattet, das Personal sehr freundlich, und auch das Frühstück super. Wir würden es also auf jeden Fall weiter empfehlen! Bezahlt haben wir 59 € / Nacht / 2 Personen, das Parken kostet pauschal 10 €.

Corona-Richtlinien im Hotel: Besonders gefallen hat uns im Atelier Hotel, dass sie viel Wert auf Corona-Richtlinien gelegt haben. Es wurde überall mit Hinweisschildern, Plakaten und Stickern darauf hingewiesen, dass z.B Maskenpflicht herrscht. In den Zimmern wurde alles mit einem „Desinfected“ Klebestreifen versehen, welches dem Gast verdeutlicht, dass alles zusätzlich desinfiziert wurde am Zimmer. Auch beim Frühstück wurden alle Hygienevorschriften eingehalten. Man durfte sich am Buffet nicht selbst bedienen, sondern wurde von einem Angestellten bedient. Alles in allem sehr gut organisiert!

Zimmertür „Desinfected“
Hinweis-Kleber und Schilder bzgl. Hygienerichtlinien
Frühstück

Diese Beiträge über Slowenien könnten dich auch interessieren…

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code