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Roadtrip Slowenien Teil IV: Postojna und Piran

Im vierten und letzten Teil unserer Slowenien Blogbeitrags-Reihe berichten wir über unseren Besuch in der Höhle von Postojna, der benachbarten Burg Predjama, sowie von unserem Tages-Aufenthalt in Piran am Meer. (Teil I, II und III findest du hier). Alle drei Orte haben uns sehr gut gefallen und würden wir jedem Slowenien-Reisenden weiterempfehlen! Alle wichtigen Infos zu Eintritten, Touren, To-Dos und Parken findest du in diesem Beitrag…

Aussicht vom Glockenturm über Piran

Höhlen von Postojna

Die Höhlen von Postojna sind ein UNESCO Weltkulturerbe der Superlative! Bei unserer 1,5 stündigen Tour durch das Höhlensystem aus Tropfsteinen waren wir völlig beeindruckt von diesem Naturspektakel! Bereits seit über 200 Jahren ist die Höhle für Touristen begehbar. Insgesamt sind schon über 24 km erforscht. Für Besucher sind etwa 5 km zu besichtigen, wovon 3,5 km mit einem Zug zurückgelegt werden. Anschließend spaziert man etwa 1 Stunde zu Fuß durch die Höhlen. Zurück zum Eingang geht’s dann wieder mit dem Zug.

Eingang zur Höhle von Postojna
Maskenpflicht während der gesamten Tour
unterwegs mit dem Zug…
angekommen in der Höhle von Postojna

Eintrittskarten: Wir haben uns bereits im Vorhinein die Tickets online gebucht. Du buchst dir deine Tour zu einer fixen Uhrzeit. So gibt es auch kein langes Anstellen wenn viel los ist und du hast deine Eintrittskarte sicher. Daher raten wir auch dir zu einer Online-Buchung! Geht schnell und unkompliziert hier.

Ticket-Packages: Bei der Online-Buchung wirst du auch schnell sehen, dass es verschiedene „Packages“ gibt. Die Besichtigung der Höhle kostet 27,90 €.  Buchst du aber gleich auch den Eintritt für die Burg Predjama dazu (dazu später mehr), ist es unter dem Strich viel günstiger für dich. (Nur die Burg kostet nämlich 14,90 €, buchst du sie jedoch zur Höhle hinzu, ist es nur eine Aufzahlung von rund 2 Euro! Also Höhle UND Burg kostet 29,96 €) Es gibt auf der Seite auch noch weitere Kombi-Angebote, die es sich lohnen, genauer anzusehen.

In unserem Fall waren wir etwa 80 Personen bei der Tour um 16 Uhr. Wir wurden geteilt in slowenisch und nicht-slowenisch Sprechende. Die slowenisch Sprechenden bekamen einen Tourguide, wir anderen (etwa 40 Personen) erhielten einen Audioguide in verschiedenen Sprachen, und einen Guide, der uns von einem Audioguide-Punkt zum nächsten brachte.

Höhle von Postojna

Während der Tour hast du auch die Möglichkeit, die sogenannten „Höhlendrachen“ zu sehen.  Es handelt sich um den Grottenolm, welcher heute noch immer ziemlich unerforscht ist. Er gilt als das größte Höhlentier, welches bis zu 10 Jahre ohne Nahrung überleben kann.

Corona-Info: Es war während der gesamten Tour zwar Maskenpflicht, und im Zug durfte nur jede zweite Reihe besetzt werden. Allerdings hat von den anderen Gruppenmitgliedern kaum einer Abstand gehalten und es wurde gedrängelt. Wir haben uns deshalb ganz ans Ende der Gruppe zurück gezogen, um den nötigen Sicherheitsabstand einhalten zu können. Hier gibt es seitens der Höhlenmitarbeiter bestimmt noch Verbesserungsbedarf. So war das zumindest bei uns im Juni 2020.

Nachdem man dann alles zu Fuß besichtigt hat, wird man mit den Zug wieder zurück an die Erdoberfläche gefahren. Nach der 1,5 stündigen Tour ist man dann aber auch wieder froh, ans Tageslicht zurück zu kehren. Da unten ist es nämlich ganz schön kalt. Also Tipp Nr. 1 von uns an dich: nimm dir genug warme Kleidung mit, vor allem im Sommer, wenn der Temperaturunterschied einem noch heftiger vorkommt!

Parken: Es gibt unzählige Parkplätze direkt beim Eingang der Höhle. Die Tageskarte kostet 5 Euro. Auch Stellplätze für Wohnmobile mit Stromanschluss, Ver- und Entsorgungsstation für Frisch- und Abwasser gibt es. Der Preis beträgt hier 20,00€/24 Stunden.

Unsere gesamte Instagram-Story von Slowenien gibt es übrigens HIER zum Nachsehen…


Burg von Predjama

Nur rund 10 Minuten mit dem Auto von der Höhle entfernt befindet sich die Burg von Predjama. Die Burg ist über 800 Jahre alt und wurde direkt in eine Höhle in einer ca 120m hohen senkrechten Felswand gebaut. Leider konnten wir aus Zeitmangel das Innere der Burg nicht besuchen. Wir haben aber gehört, dass es wirklich spannend sein soll. Doch alleine von außen sieht dieses Bauwerk einfach beeindruckend aus. Auch eine Höhle befindet sich unter der Burg. (Achtung, extra Eintrittskarte nötig!) Diese ist sogar die zweitlängste Höhle Sloweniens. Manche Teile davon können im Rahmen einer regulären Besichtigung angesehen werden, und auch abenteuerliche Höhlentouren kann man hier buchen.


Piran

Meer! Wir können euch garnicht sagen, wie sehr wir es genossen haben, nach so langer Zeit wieder ein wenig Meerluft zu schnuppern! Sloweniens Küste ist nur etwa 46km lang, was bedeutet, dass Badestrände eher begrenzt sind. Entlang der Slowenischen Riviera, wie sie genannt wird, gibt es ein paar nette kleine Örtchen zu besichtigen. Koper, Izola, Piran und Portorož sind wohl die bekanntesten. Während Portorož für Sloweniens einzigen Sandstrand bekannt ist, zeichnet sich Piran durch seine wunderschönen kleinen Gässchen in der Altstadt aus.

Da wir nicht so sehr in Badelaune waren, haben wir uns dafür entschieden, nach Piran zu fahren. Das Meer ist zwar auch dort schön, aber baden ist in Piran eher schwierig möglich. Man kann zwar theoretisch entlang der Strandpromenade rein gehen (und ganz viele Einheimische machen das auch!), aber so richtig optimal ist es nicht. Besser ist es wahrscheinlich, zum Beispiel auf den Strand in Portorož auszuweichen.

Parken: Wir sind gegen 10 Uhr in Piran angekommen, und die Parkplatzsuche gestaltete sich als ziemlich herausfordernd. Ganz allgemein gesagt sind die Parkplätze in Piran ziemlich begrenzt. Die Altstadt ist autofrei, und man muss auf einem der Parkplätze oder Parkhäuser am Rande der Stadt parken. Der Parkplatz in der Nähe des Kamp Fiesa, welcher auf Google Maps mit „Parking Piran“ gekennzeichnet ist, war bei unserer Ankunft schon heillos überfüllt. Die Parkgarage ARZE kam für uns leider nicht in Frage, da es dort eine Höhenbeschränkung gibt, welche für unseren Bus zu niedrig war. Also sind wir auf die Parkgarage Fornace ausgewichen. Dort haben wir gleich in der obersten Etage einen Platz bekommen, und mussten uns nicht nach unten „quälen“. Das Parkhaus ist unheimlich eng und auch die Parkplätze SEHR klein bemessen. Vorteil: Direkt auf der Straße vor dem Parkhaus fährt ein kostenloser Shuttle in das Zentrum von Piran. (Ausgang ganz unten nutzen!) Für das Parkhaus haben wir dann am Ende des Tages übrigens rund 12 Euro bezahlt.

Shuttle Bus von Fornace nach Piran
Kosten Parkgarage Fornace
Tartini-Platz

Der Shuttle kommt direkt am bekannten Tartini-Platz, dem Hauptplatz von Piran, an. Von da an hat uns das Städtchen bereits verzaubert. Toll fanden wir vor allem, die Küstenstadt von den Überresten der mittelalterlichen Stadtmauer anzusehen! (Kosten: 2 Euro)

Aussicht von der Stadtmauer aus

Will man nicht so weit nach oben, bietet sich wunderbar der Glockenturm von Piran für eine Aussicht an. Um nur 2 Euro kann man hier die Stufen bis nach oben gehen und einen wundervollen Blick über die Stadt und das Meer genießen.

Aussicht vom Glockenturm
am Glockenturm von Piran
am Glockenturm von Piran
im HIntergrund: Glockenturm

Piran ist nicht groß, und du hast in nur wenigen Stunden bestimmt jeden Fleck der Stadt erkundet. Dennoch besitzt Piran ein ganz besonderes Flair und wir sind uns sicher, dass es auch dir gefallen wird!


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