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Roadtrip Slowenien Teil I: Route, Unterkünfte, Ausgaben und Corona

Wer hätte gedacht, dass uns dieses Land so sehr überrascht! Nach 4,5 Tagen Roadtrip quer durch Slowenien sind wir völlig baff und verliebt in dieses Land! Bisher kannten wir es nur von der Durchreise aus Kroatien und hatten keine wirklichen Erwartungen. Zwar haben wir bereits von vielen Freunden und Bekannten gehört, dass es wohl wirklich sehr schön sein soll, doch konnten wir uns nicht wirklich etwas unterm dem Land vorstellen. Nun wissen wir: es ist super abwechslungsreich und hat uns total positiv überrascht! In nur wenigen Stunden erreicht man von Österreich aus mit dem Auto das Meer, ist inmitten von atemberaubender Natur, kann Sightseeing bei einem Städtetrip in Ljubljana machen, oder historische Burgen und Höhlen besichtigen. Für welche Route wir uns entschieden haben, wo wir übernachtet haben, wie hoch unsere Ausgaben für die gesamte Reise waren, und was man bezüglich Corona in Slowenien beachten muss, erfährst du in diesem Beitrag…

Atti und unser fahrbares Hotelzimmer 😉

Unsere Route

Tag 1: Gegen 15 Uhr sind wir von Oberösterreich aus über Salzburg auf der Tauernautobahn bis nach Villach gefahren. Über den Wurzenpass sind wir nach Slowenien eingereist. Nur Etwa 10 km nach der Grenze befindet sich der Ort Kranjska Gora, wo wir unsere erste Nacht verbracht haben. Die Gegend ist ein bekannter Wintersport-Ort und auch im Sommer ideal zum Wandern.

Russische Kapelle in Kranjska Gora

Tag 2: Kranjska Gora und Umgebung bietet eine Vielzahl an Aktivitäten. Leider konnten wir aufgrund des schlechten Wetters nicht viel davon nutzen. Also sind wir rund 30 Minuten weiter gefahren bis zum Bleder See, wo wir die Burg besichtigt haben. Danach ging es weiter nach Ljubljana.

Ausblick von der Burg Bled auf den Bleder See
Ljubljana von oben

Tag 3: Bis zum frühen Nachmittag haben wir noch Ljubljana erkundet, und haben uns schließlich auf den Weg nach Postojna gemacht, wo wir die Burg Predjama besichtigt haben und eine Tour durch die Höhlen von Postojna unternommen haben. Abends sind wir zu unserem Campingplatz gefahren.

Höhle von Postojna – unglaublich beeindruckend!
Burg Predjama

Tag 4: Nach dem Frühstück haben wir uns auf den Weg nach Piran gemacht, wo wir den Tag verbracht haben. Abends sind wir dann rund 2 Stunden Richtung Norden gefahren, wo wir im Kamp Lazar in Kobarid genächtigt haben.

Piran von oben

Tag 5: Vormittags Wanderung zum Kozjak-Wasserfall und Besichtigung des Soca-Tals. Anschießend sind wir zum Italienischen Beinhaus gefahren direkt in Kobarid. Am frühen Nachmittag haben wir die Heimreise gestartet.

Soca-Fluss
italienisches Beinhaus in Kobarid

Corona in Slowenien

War unsere Reise irgendwie anders wegen Corona? Ehrlich gesagt nur sehr wenig. In Slowenien hatte alles wie gewohnt geöffnet und es gab kaum Einschränkungen. An der Grenze (Übergang Wurzenpass) gab es keine Staus oder Kontrollen; lediglich ein Polizeiauto stand am Straßenrand. (24.6.2020) Allerdings wurde während unseres Roadtrips erneut Maskenpflicht in Slowenien eingeführt: in Geschäften, Lokalen, öffentlichen Einrichtungen, etc musste man wieder einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Leider sind die SlowenInnen hier nicht so diszipliniert wie wir ÖsterreicherInnen, so schien uns. Teilweise waren wir tatsächlich die Einzigen, die eine Maske trugen. Das fanden wir sehr schade!

Slowenien war der erste Mitgliedstaat der Europäischen Union, der das Ende der Corona-Epidemie ausgerufen hat. Doch dass die Epidiemie noch lange nicht vorbei ist, sehen wir aktuell wieder an den steigenden Zahlen. Gegenwärtig tut sich wieder sehr viel, was erlaubt ist und was nicht. Informiere dich also vor deiner Slowenien-Reise gut.

  • Die uneingeschränkte Einreise und ohne Quarantäne nach Slowenien ist aus Ländern möglich, die auf der Liste für den uneingeschränkten Grenzübertritt stehen. Diese wird laufend aktualisiert und findest du hier.
  • Für andere Personen (mit einigen Ausnahmen) gilt bei der Einreise nach Slowenien noch immer eine 14-tägige Quarantäne.

Ganz viele weitere wichtige Informationen zu „Ein Aufenthalt in Slowenien während Corona“ bietet die offizielle Homepage des slowenischen Tourismusverbands. Diese findest du hier.

„Open Kitchen“ in Ljubljana – eine Art Streetfood-Fest

Wir haben während unserer Zeit in Slowenien unser bestes gegeben, Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. Auf den Campingplätzen kommt man ohnehin so gut wie nicht mit anderen Leuten in Kontakt, im Hotel in Ljubljana war so wenig los, dass wir nur ein weiteres Pärchen gesehen haben beim Frühstück. Beim Wandern sahen wir ebenfalls kaum andere Leute, mit denen man irgendwie mehr in Kontakt kommen könnte. Nur als wir die Höhle von Postojna besucht haben, fühlten wir uns etwas unwohl. Wir waren in einer großen Gruppe unterwegs (ca. 40 Personen), bestehend aus nicht-slowenisch sprechenden TouristInnen. Es war während der gesamten Tour zwar Maskenpflicht, jedoch hat kaum einer Abstand gehalten und es wurde gedrängelt. Wir haben uns deshalb ganz ans Ende der Gruppe zurück gezogen, um den nötigen Sicherheitsabstand einhalten zu können.

Reisen mit Hausverstand. Ist und bleibt unsere Devise. Dementsprechend respektvoll gegenüber anderen Menschen haben wir uns verhalten.


Unsere Unterkünfte/Campingplätze

Nacht 1 in Kranjska Gora: „Camp Spik“
Kosten für den Stellplatz inkl Strom und Tourismusabgabe: 24 €

Der Campingplatz ist sehr zu empfehlen! Die Sanitäranlagen waren sehr modern und sauber.

Nacht 2 in Ljubljana: „Hotel Atelier“
Kosten für 1 Nacht und 2 Personen inkl. Frühstück: 59 €

Das Hotel ist „nur“ ein 3-Stern, doch SEHR zu empfehlen! Das Personal war äußerst freundlich, die Zimmer modern und neu ausgestattet, und alles sehr sauber. Wirklich TOP!

Nacht 3 in Razdrto: „Camping Mirjam“
Kosten für den Stellplatz inkl Strom und Tourismusabgabe + Benützung des Pools: 24,50 €

Der Stellplatz ist sehr klein, alles sehr familiär. Es gibt nur 1 Dusche und zwei WCs pro Geschlecht. Alles jedoch sehr sauber und das Personal freundlich.

Nacht 4 in Kobarid: „Kamp Lazar“
Kosten für den Stellplatz inkl Strom und Tourismusabgabe: 34 €

Der Campingplatz ist ziemlich groß, und es gibt auch ein Restaurant mit der Möglichkeit dort zu Frühstücken/ Abendessen. Die Sanitäranlagen sind relativ alt, aber alles sauber. Könnten uns nicht beschweren. Das Kamp ist traumhaft gelegen, direkt neben der Soca.


Unsere Ausgaben

Wie viel kostet ein Kurztrip nach Slowenien?

Campen ist definitiv günstiger, als nur in Hotels zu übernachten. Einerseits weil die Campingplätze pro Person und Nacht natürlich weniger kosten als eine Nacht im Hotel, andererseits weil man auch weniger auswärts essen geht und mehr am Platz kocht. So war das bei uns jedenfalls.

Für Tanken, Parken, Vignetten und Maut haben wir 163,30 Euro ausgegeben. Wir haben insgesamt 1230 km mit dem Bus zurückgelegt. Die Slowenische Vignette für 7 Tage kostet 15 Euro.


Am Tag vor unserer Abreise haben wir um circa 35 Euro im Supermarkt eingekauft: Brot, Wurst, Käse, Fertig-Gerichte, Aufstrich, Milch, Saft, Wasser, etc. Wir hatten im Camper einen kleinen Kühlschrank mit, und waren somit gleich zum Start unseres Urlaubs mit dem Wichtigsten Essen ausgestattet.

Für das Hotel in Ljubljana haben wir 59 Euro bezahlt inkl. Frühstück + 10 Euro für das Parken. Für die drei Campingplätze haben wir 82,50 €ausgegeben. Das ergibt 151,50 Euro für Übernachtungen.

Für Eintritte (Burg Bled, Postojna Cave, Burg Predjama, Glockenturm von Piran) haben wir 85,40  € ausgegeben, wobei die Postojna Höhlen mit 27,70 € pro Person recht teuer waren.

Gefrühstückt haben wir einmal im Hotel und drei Mal aus unseren Kühlschrank ;-). Wirklich groß auswärts gegessen haben wir nur zwei Mal und haben dafür 38,30 Euro ausgegeben. Ansonsten haben wir selbst am Campingplatz gekocht oder gejausnet. Für weitere Getränke, Kaffee und Snacks zwischendurch haben wir 67,50 Euro ausgegeben. Das bedeutet, insgesamt mit unseren Supermarkt-Einkäufen, dass wir für Trinken und Essen 140,80 Euro ausgegeben haben.

Alles in allem haben wir 551 Euro ausgegeben…
und somit hat uns der Slowenien Urlaub pro Person 275 Euro gekostet.


Unser Fazit zu Slowenien

In nur wenigen Ländern kannst du morgens einen Berg besteigen, am Nachmittag die Hauptstadt erkunden und abends einen Cocktail am Meer genießen. Slowenien bietet dir diese Möglichkeit. Das Land ist relativ klein und optimal für ein verlängertes Wochenende oder einen Kurztrip. Die Infrastruktur (Autobahnen etc) sind sehr gut ausgebaut und ermöglichen dir stressfreies Reisen. Slowenien: Prädikat EMPFEHLENSWERT.

Soca-Tal

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