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Little Corn Island: Ein Tag am Boot oder „als alle seekrank wurden“

Ein Must-Do auf Little Corn Island ist definitiv eine Schnorchel-Tour mit Capt. Petter Tours. Gebucht haben wir den Ausflug direkt in unserer Unterkunft „The Lighthouse“. Wir haben darüber in unserem Beitrag „Unterkünfte und Lokale“ geschrieben. Kosten pro Person: 30$ (all inclusive!) Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist spitze, aber dazu später noch mehr. Warum diese Bootstour sowohl Traum als auch Albtraum war, erfährst du in diesem Beitrag…. 🙂


Wir sind morgens gegen 10 Uhr gestartet, wo uns „Capt. Petter“ und sein Bruder Marlon direkt bei unserer Unterkunft abgeholt haben. Das coole daran war, dass wir eine private Tour hatten, und nur wir vier Freunde den Tag gemeinsam verbrachten. Gemeinsam sind wir dann also zum Ost-Strand gegangen (in der Nähe des „Little Corn Beach and Bungalow“), wo wir in das Boot gestiegen sind. Nach einer kurzen Schulung über die gängigsten Tauchzeichen, und der Übergabe der Schnorchel-Ausrüstung an uns, ging es dann auch schon los. Wir fuhren raus aufs Meer und steuerten die erste Schnorchelstelle an.

Und los gehts … ab aufs Boot!
Oh mann – wieder mal die Kopfbedeckung vergessen.

Traumhaft. Einfach nur traumhaft, wenn man vom Boot ins kristallklare, türkise Wasser springt. Nach nur wenigen Minuten sahen wir auch schon die ersten Unterwasser-Tiere: Stachelrochen und Ammenhaie (ungefährlich!) zählen zu den typischen Bewohnern dieses Riffs. Auch Adlerrochen schwammen unter uns durch. Glücklicherweise machte uns Marlon, unser Unterwasser-Guide, jedes Mal auf die Tiere aufmerksam. Denn ohne ihn hätten wir wohl keine Ahnung gehabt, was da alles unter uns schwimmt. Nach etwa einer Stunde gings zurück aufs Boot.


Völlig happy von der ersten Erkundung steuerten wir eine zweite Stelle mit unserem Boot an. Plötzlich war unser Guide völlig aus dem Häuschen. Endlich wurde auch uns klar warum: vor uns schwamm seelenruhig eine riesengroße Wasserschildkröte! Angekommen an der zweiten Schnorchelstelle gings für uns wieder ins Wasser. Hier sollten wir auf noch mehr Tiere stoßen. Marlon warnte uns außerdem vorher noch, dass wir auf jeden Fall die gelb/orangen Korallenriffe meiden sollen. Eine Berührung damit kann zu höllischen Schmerzen führen. Während sich vor allem Elsa aus Angst etwa 15 Meter davon entfernt hielt (2 Meter hätten wohl schon gereicht), schwamm Atti mit seiner Gopro geradewegs darauf zu und machte wenige Zentimeter davor Halt. Nun gut – mittlerweile ist Elsa seine leichtsinnigen und waghalsigen Aktionen ja schon gewohnt. Glücklicherweise wurde sie auch schnell von dem abgelenkt, was sie unter sich sah: einem wunderschönen Seestern! Auch Muränen und verschiedene Fische bekamen wir zu Gesicht. Wer Glück hat, kann an der Ostküste sogar auf den weltweit selten gewordenen Hammerhai stoßen. Gott sei Dank sind wir das nicht, denn Elsa wäre vermutlich panisch geworden (wegen Attis Leichtsinnigkeit – ihr wisst schon!) Nach einer Weile waren wir dann auch schon ziemlich erschöpft und wir schwammen zurück zum Boot.


Der nächste Programmpunkt: unser eigenes Essen angeln! Leider machte uns dann jedoch unser Körper einen Strich durch die Rechnung. Nach und nach wurde uns kotzübel. Während Bettina und Elsa bereits am Boden lagen, Atti sich über die Reling beugte, versuchte Thomas noch mit letzten Kräften unser Essen zu fangen. SO FÜHLT ES SICH ALSO AN, SEEKRANK ZU SEIN. Anfangs waren wir noch optimistisch und der Meinung, uns geht es sicher gleich wieder besser. Spätestens als Elsa aber nicht mehr aufstehen konnte, sie keine Kontrolle mehr über ihre Füße hatte, und ihre Hände begannen, einzuschlafen, läuteten bei unsren Guides die Alarmglocken. Während Marlon mir im Minuten-Takt Wasser über das Gesicht leerte, steuerte sein Bruder das Festland an.

So fühlt es sich also an, seekrank zu sein.

Kaum festen Boden unter den Füßen, ging es uns allen ziemlich rasch wieder besser. Gott sei Dank hatten unsere Guides auch schon vorgesorgt, und während unserer Zeit beim Schnorcheln sich um unser Essen gekümmert.


Also ab zum nächsten Programmpunkt: Entspannen, den Traumstrand genießen, und auf das Essen warten. Marlon und sein Bruder haben dann nämlich, während wir relaxten, typisch karibisch für uns gekocht: Fisch, gebratene Kochbananen, und Salat. Soooooooo lecker! Bevor das Essen jedoch fertig war, verwöhnten uns die zwei Brüder mit frischer Wassermelone und Cocoloco, einer frischen Kokosnuss mit nicaraguanischem Rum. 🙂


Nach dem wahnsinnig leckeren Essen und interessanten Gesprächen mit unseren beiden Guides, packten wir all unsere Sachen wieder zusammen und gingen wieder aufs Boot. Wir fuhren nämlich noch einmal raus aufs Meer, um uns den Sonnenuntergang anzusehen. So etwas Schönes haben wir selten gesehen! Als es bereits finster war kamen wir wieder zurück zur Ostküste und legten am Haupthafen an. Völlig erschöpft, aber voller Glücksgefühle vom vergangenen Tag, machten wir uns zu Fuß auf den Weg in unsere Unterkunft.


Der gesamte Tag hat uns inkl. Schnorchelausrüstung, Mittagessen, Cocoloco, Wassermelonen, und wirklich kompetenten Guides nur 30$ pro Person gekostet. Die Tour ist wirklich jeden einzelnen Cent wert! Du möchtest auch eine Tour mit Capt. Petter Tours machen? Wir stellen gerne den Kontakt her!


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