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Monteverde: über Faultiere, Klimaschock und ganz viele Amis

Ein Besuch der Nebelwaldregion Monteverde gehört beinahe standardmäßig zu jedem Besuch in Costa Rica dazu. „Ein Must-Do bei einem Costa Rica Besuch!“ … „Lasst auf keinen Fall Monteverde aus!“ … „Eine Flora und Fauna wie nirgendwo sonst!“ … all das hat man uns im Vorhinein unserer Reise immer wieder gesagt oder wir haben es in diversen Blogs gelesen. Leider war Monteverde jedoch nicht unbedingt das, was wir uns vorgestellt haben. Und dennoch gab es Erlebnisse, die zu den Highlights unserer Zentralamerika-Reise gehören! Warum erfährst du in diesem Beitrag…

Tourismusbüro von Monteverde und Treffpunkt für diverse Aktivitäten

Das Wichtigste vorab: Monteverde und allgemein Costa Rica sind super touristisch! Die Region um Monteverde ist für den Tourismus ausgerichtet. Unzählige Aktivitäten werden angeboten, alles ist für TouristInnen ausgeschildert, es gibt ein „Besucherzentrum“, und Souvenirs an allen Ecken zu kaufen.

Ein Anbieter nach dem anderen…

Vor allem bei US-Amerikanern ist eine Reise in dieses Land sehr beliebt und sie machen den Hauptteil der TouristInnen aus. Da wir zuvor mehr als zwei Wochen im benachbarten, und mehr oder weniger TouristInnen-freiem Nicaragua verbracht haben, war dieser Massentourismus in Costa Rica bzw. Monteverde ein ziemlicher Schock für uns! Und dann waren es auch noch unsere all so geliebten Amis! Oje….

Leider gestaltete sich auch bereits unsere Anreise nach Monteverde als ziemlich anstrengend und aufwendig. Von Liberia aus kommend fuhren wir mit öffentlichen Bussen via Canas und via Tileran nach Monteverde. Die Fahrt hat statt geplanten 3,5 Stunden fast 6 Stunden gedauert. Die Straßenverhältnisse sind katastrophal. Allerdings ist diese Option für insgesamt unter 10$ ziemlich preisgünstig, und man wird mit einem atemberaubenden Panorama belohnt!

am Busbahnhof in Canas
Fahrt nach Tileran mit dem Chickenbus
immer mit dabei: unser ganzes Gepäck

Obwohl die Anreise mit öffentlichen Bussen so beschwerlich ist, bedeutet das nicht, wie wir nun wissen, dass keine Menschen in die Kleinstadt kommen. Im Gegenteil: große Reisebusse und unzählige TouristInnen mit Mietwagen schleusen sich die Serpentinen nach Monteverde hoch und machen Halt in der Tourismusregion.

Warum kommen all diese Menschen nach Montverde?

Monteverde ist ein über 10.000 Hektar großes Nebelwaldreservat, und liegt auf 1500 Höhenmetern. Es wird sowohl vom pazifischen Wetter, als auch vom feuchten Klima der nördlichen Region beeinflusst. Durch diese klimatischen und geologischen Bedingungen wird ein einzigartiger Lebensraum für Flora und Fauna geschaffen. Einige Pflanzen- und Tierarten findet man weltweit nur in dieser Region: Zehntausende Insekten, 400 unterschiedlichen Vogelarten, über 100 unterschiedliche Säugetiere und vieles mehr.


Hört sich beeindruckend an, oder nicht? Ist es auch! Wären da nicht die tausenden Touristen und Touristinnen. Uns ist völlig klar, dass man vor einem Eiffelturm in Paris, dem Veitsdom in Prag, oder auch in einem X-beliebigen Tempel in Thailand ebenso auf diese Menschenmassen antrifft. Grundsätzlich versuchen wir auf unseren Reisen jedoch immer, Orte wie diese zu meiden. Eiffelturm, Veitsdom, Tempel – klar, auch wir lassen diese wichtigen Sehenswürdigkeiten nicht aus! Abseits davon ist es uns aber immer wichtig, nicht die klassischen 0815-Orte zu besuchen. Leider sind wir da aufgrund unserer vergangenen Reisen auch ein wenig verwöhnt. Touristenmassen sind wir dadurch oftmals gar nicht mehr so gewohnt. Dennoch solltest du einen Besuch in der Region von Monteverde fix auf deiner Costa Rica-Reise einplanen! Warum erzählen wir dir später…

In Monteverde herrschen ganzjährig Temperaturen zwischen 10 und 25 Grad, was verglichen mit dem Rest des Landes relativ kühl ist. So bekamen wir nach zwei Wochen tropischem Wetter in Nicaragua tatsächlich einen Klimaschock. Von 38 Grad im Schatten in Leon, zu 13 windigen Grad in Monteverde! Wir waren so froh über unsere Winterjacke, Haube und Schal!

Tipp von uns: Vergiss für deine Reise nach Costa Rica keinesfalls festes Schuhwerk, Regenjacke und warme Kleidung. Spätestens bei einem Besuch in Monteverde wirst du es brauchen.


So, genug gejammert. Monteverde hat so oder so eine Menge zu bieten und eine beeindruckende Flora und Fauna! Unser ganz persönliches Highlight war, Faultiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. UND: ZIPLINING EXTREME! 🙂 Dieses Abenteuer werden wir nie vergessen!

Faultiere dürfen in Costa Rica auch auf den Geldscheinen nicht fehlen …

Die Region bietet eine Vielzahl an möglichen Aktivitäten an, die noch dazu den Geldbeutel schonen! (Was für Costa Rica auch eher untypisch ist) Wo du Faultiere beobachten kannst, was du in Monteverde alles unternehmen kannst, und wofür wir uns entschieden haben, erfährst du bald in unserem Beitrag „Monteverde: Langeweile gibt es hier nicht“… Coming soon! 🙂

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